Augen auf beim Kühlmittelkauf

Am besten den speziellen Betriebsstoff vom Werkstatt-Profi verwenden

Um teure Motorschäden zu vermeiden, ist regelmäßige Kontrolle des Kühlmittelstands ratsam. Foto: ProMotor/ T. Volz

5.03.2021

Das Kühlwasser im Auto wird kaum beachtet. Bis eine Lampe angeht. Spätestens dann sollte jeder Autofahrer wissen, welche Sorte er nachfüllen darf.

Käfer-Fahrer hatten es einfach: „Luft kocht nicht, Luft gefriert nicht“, lautete seinerzeit ein Werbespruch. Aber Luft kühlt auch nicht besonders und dämpft keine Geräusche.

Deshalb setzte sich dann doch die Wasserkühlung durch. Sie arbeitet weitgehend wartungs- und störungsfrei und spielt daher im Bewusstsein der Autofahrer nur noch eine Nebenrolle.

Dabei verdient sie durchaus mehr Beachtung. Denn setzt die Kühlung des Motors doch einmal aus, kann es nur wenige Sekunden bis zu einem teuren Motorschaden dauern.

Deshalb ist es ratsam, neben dem Reifendruck auch den Kühlwasserstand regelmäßig zu prüfen. Dazu genügt heute meist ein Blick unter die Haube auf einen transparenten Behälter. Steht der Kühlmittel-Pegel oberhalb der Minimum-Marke, ist alles in Ordnung. Liegt es darunter, heißt es die Ursache festzustellen. Das kann eine angerostete Schelle an einem Schlauch sein, die an Spannkraft verloren hat, ein Steinschlag im Kühler oder eine undicht werdende Wasserpumpe. Das sollte sich die Werkstatt möglichst sofort ansehen.

Im Alltagsverkehr gehen zunächst zwar nur wenige Tropfen verloren. Doch irgendwann später, auf der Autobahn, bei warmem Wetter und heißem Motor, wird aus dem Tröpfeln ein Springbrunnen.

Das ist ab und zu im Urlaubsverkehr bei den Autos auf der Standspur zu sehen, von denen ein Rinnsal über die Straße läuft. Doch auch wer nur geringen Verlust auffüllen möchte, muss aufpassen. Denn ähnlich wie Motoröl hat sich auch Kühlmittel immer mehr zu einem ganz speziellen Betriebsstoff entwickelt.

Gab es früher nur gelbes und grünes Kühlmittel, finden sich heute zusätzlich alle möglichen Schattierungen - von Rot über Pink bis Orange.

Und das Schlimmste: Die wenigsten dürfen miteinander vermischt werden. Der Griff zum falschen Behälter kann also teure Folgen haben, wenn sich anschließend Klümpchen im Kühlsystem bilden, die Wärmetauscher verstopfen und die Pumpe zerstören.

Deshalb ist beim Kühlmittel die Werkstatt der richtige Ansprechpartner. Sie weiß, welche Sorte für jedes Fahrzeug das richtige ist und welche rückwirkend ältere ersetzen.

Außerdem verfügt sie über das richtige Instrument, um den Gefrierpunkt des Wassers und damit den Kühlmittelgehalt festzustellen. Denn zu viel ist auch nicht gut, bei mehr als 60 Prozent sinken Kühl- und Gefrierschutz wieder. Quelle: www.kfzgewerbe.de


Handy am Steuer – tödliches Abenteuer

Immer komplett auf den Verkehr konzentrieren

Während sie mit dem Handy am Ohr telefonierte, kam ihr Kombi von der Straße ab und krachte frontal an einen Baum. Die 41-Jährige starb noch am Unfallort, der Freund erlebte den tragischen Vorfall live am Telefon. Geschehen vor drei Jahren im Landkreis Märkisch-Oderland – und leider kein Einzelfall.

Über die Hälfte aller Autofahrer hantiert laut einer Forsa-Umfrage während der Fahrt mit den kleinen kommunikativen Geräten. Ein Kavaliersdelikt, meinen viele. Ist ja nur ein kurzer Blick – wird schon gutgehen. Geht leider nicht immer gut! Jeder zehnte Verkehrstote ist nach einer Studie der Allianz Versicherung auf Ablenkung zurückzuführen. Die Sachverständigenorganisation Dekra warnt: Nur drei Sekunden aufs Smartphone geschaut, schon düsen die Fahrer mit Tempo 50 fast 42 Meter im Blindflug. Bei fünf Sekunden sind es fast 70 Meter. Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden. Nicht immer ist Ignoranz die treibende Kraft. Oft wissen Autofahrer auch nicht, was man überhaupt darf.

Paragraph 23 der Straßenverkehrs-Ordnung schreibt vor, dass elektronische Geräte wie Handy, Smartphone, Tablet oder Navi nur benutzt werden dürfen, wenn sie während der Fahrt weder aufgenommen noch gehalten werden, eine Sprachsteuerung oder Vorlesefunktion zur Anwendung kommt und zur Nutzung nur ein kurzer Blick erforderlich ist. Die elektronischen Geräte müssen also fest installiert sein, in einer Halterung stecken oder über eine Sprachsteuerung bedient werden.

Solange der Motor läuft, sind demzufolge vor allem Handy und Smartphone am Ohr tabu. Kein Telefonat, keine SMS, keine WhatsApp, kein Navigieren. Selbst das Wegdrücken des Anrufers ist untersagt. Weil bei vielen Autofahrern das Problembewusstsein noch immer fehlt und Kampagnen wie „#Fingervom-Handy“ des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates allein nicht greifen, wurden die Strafen nochmals verschärft: Wer mit Handy oder Smartphone am Steuer erwischt wird, muss mit 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Mit Gefährdung des Straßenverkehrs drohen bereits 150 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Bei Sachbeschädigung erhöht sich die Geldstrafe auf 200 Euro. Verursachen Autofahrer mit dem Handy am Steuer einen Unfall, kann auch die Kaskoversicherung aufgrund grober Fahrlässigkeit die Leistung kürzen. Quelle: www.kfzgewerbe.de