Bei Unfall Rechte kennen

Werkstatt bei Haftpflichtschaden selbst wählen


26.04.2021

Ruck Zuck ist es passiert – durch eine kleine Unachtsamkeit kann es schnell zum Unfall kommen. Gerade jetzt, wo in den Morgenstunden noch teilweise der Nebel über die Landstraßen wabert, querendes Wild eventuell für gefährliche Ausweichmanöver sorgt, die Sonne wieder mehr scheint und spontan blendet oder rechts vor links missachtet wird.

Wichtig ist dann auch zu wissen, dass der Geschädigte sein Fahrzeug in einer selbst ausgewählten Werkstatt reparieren lassen darf. Versicherungen haben kein Recht, eine andere Werkstatt vorzuschreiben. Wer einen das ganze Jahr über im Service gut berät und bedient, wird das auch im Falle eines Unfalls tun. Die vertraute Werkstatt garantiert eine technisch einwandfreie Reparatur und damit die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs.

Weiterhin kann man bei einem unabhängigen Sachverständigen ein Gutachten in Auftrag geben. Es steht grundsätzlich frei, einen Sachverständigen eigener Wahl zur Beweissicherung und zur Feststellung von Schadensumfang, Schadenshöhe, Wertminderung, Restwert, Wiederbeschaffungswert und voraussichtlicher Reparaturdauer zu beauftragen.

Die Kosten für das Gutachten hat die Versicherung des Schädigers grundsätzlich zu übernehmen, es sei denn, es handelt sich (nur) um einen Bagatellschaden (unter ca. 770 Euro). Bei einem Bagatellschaden reicht in der Regel als Schadensnachweis eine Reparaturkalkulation Ihrer Fachwerkstatt aus.

Das erstellte Gutachten kann auch als Grundlage der Abrechnung mit der Versicherung herangezogen werden, wenn man etwa sein Fahrzeug nicht reparieren lassen will, sondern stattdessen mit dem von der Versicherung ausgezahlten Geld ein anderes Fahrzeug erwerben möchte.

Wer keinen Sachverständigen kennt, kann die Werkstatt um Rat fragen. kfzgewerbe.de