Blühende Narzissen verkünden die Vegetationsperiode

Richtig vertikutieren: Diese Tipps machen den Rasen dichter und strapazierfähiger

Wer den Rasen im Sommer intensiv nutzen möchte, sollte im Frühling vertikutieren. Foto: djd/Floragard Vertriebs-GmbH

10.06.2020

Wenn der Rasen nach dem Winter eher an eine Wiese denn an einen grünen Teppich erinnert, wird es höchste Zeit, den Vertikutierer einzusetzen. Beim Vertikutieren werden Moos und Rasenfilz beseitigt. Dadurch erhalten die Gräserwurzeln mehr Sauerstoff, sodass der Rasen dichter und strapazierfähiger wird. Wie man es richtig macht, erklärt diese Anleitung mit den sechs besten Tipps.

Der richtige Zeitpunkt: Blühende Narzissen verkünden die Vegetationsperiode. Wenn eine milde, leicht bedeckte Witterung herrscht und es in den letzten Tagen nicht geregnet hat, kann es mit der Rasenpflege losgehen.

Rasen so kurz wie möglich mähen, bevor es losgeht

Das passende Gerät: Kleinere Rasenflächen lassen sich durchaus mit einem Vertikutierrechen, der von Hand wie ein Kamm durch den Rasenfilz gezogen wird, bearbeiten. Bei größeren Rasenflächen ist der Einsatz eines Benzin- oder Elektrovertikutierers empfehlenswert, der, einmal eingestellt, eine gleichmäßige Schnitttiefe gewährleistet.

Mit den passenden Produkten lassen sich Sand, Humus, Nährstoffe und natürliche Bodenorganismen in nur einem Arbeitsgang ausbringen. Foto: djd/Floragard Vertriebs-GmbH
Mit den passenden Produkten lassen sich Sand, Humus, Nährstoffe und natürliche Bodenorganismen in nur einem Arbeitsgang ausbringen. Foto: djd/Floragard Vertriebs-GmbH

Die richtige Vorbereitung: Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen so kurz wie möglich gemäht werden. Für einen normalen Gebrauchsrasen ist eine Schnitthöhe von zwei bis drei Zentimetern ideal. Ein Schattenrasen sollte dagegen auf vier bis fünf Zentimeter zurückgeschnitten sein.

Arbeitstiefe einstellen: Die Schnitttiefe ist abhängig von dem Grad der Bodenverdichtung und dem Ausmaß der Verfilzung. Ist der Rasen nur leicht verfilzt, reicht eine Arbeitstiefe von drei Millimetern. Stark vermooste und mit Unkraut durchsetzte Wiesen vertragen auch eine Schnitttiefe von fünf Millimetern.

Zügig vertikutieren: Der Vertikutierer wird am besten so positioniert, dass die erste Bahn entlang einer geraden Kante erfolgen kann. Zunächst wird der Rasen zügig in Längs- und danach in Querrichtung bearbeitet. Man sollte darauf achten, dass sich die Messer bei einem Richtungswechsel in der Luft befinden und nicht stehen bleiben. Anschließend wird der gelockerte Rasenfilz abgeharkt. Ruhe, Sand und Bodenorganismen: Nach dem Vertikutieren braucht die Grünfläche zunächst ein bis zwei Wochen Ruhe. Damit sie sich aber nicht schon bald wieder in eine vermooste Wiese zurückverwandelt, sind Sand, Humus, Nährstoffe und natürliche Bodenorganismen wichtig.

Schwere Böden mit Rasensand versorgen

Im Fachhandel finden sich die dafür passenden Produkte. Schwere und dichte Böden können zusätzlich mit Rasensand versorgt werden. Er macht den Boden durchlässig und die Fläche belastbar. (djd)