Die Feinheiten des Containerdienstes

Auswahl der Transportbehälter, Standort des Containers, sicheres Beladen und mehr

Welcher Container ist der richtige? Archivfoto: Henrik G. Bogel/pixelio

10.06.2020

Auf den ersten Blick ist der Containerdienst ein simples Geschäft. Leeren Behälter abstellen, vollen abholen und wegbringen. Fertig. Aber: Beim Umgang mit Abroll- oder Absetzkipperfahrzeugen und den Behältern ist der Fahrer verschiedenen Gefährdungen ausgesetzt. Diesen ist vor allem durch den richtigen Umgang mit dem Fahrzeug und den Behältern zu begegnen, die möglichen Gefährdungen müssen jedoch schon bei der Auftragsannahme berücksichtigt werden.

Über die Art und Größe des benötigten Behälters entscheiden Gewicht und Volumen des Transportgutes, dessen Größe bestimmt auch die Wahl der Ladungssicherung, etwa Netze, Planen oder Zurrpunkte im Behälter. Zu klären ist, ob der Behälter im Verkehrsraum oder auf einer Baustelle abgesetzt wird und ob der Untergrund tragfähig genug ist, damit das Fahrzeug den beladenen Behälter aufnehmen kann. Da der Auftraggeber den Behälter belädt, werden einige wichtige Informationen an ihn weitergegeben, darunter:

• Tragfähigkeit des Behälters, der ihm zur Verfügung gestellt wird
• Gleichmäßige Beladung des Behälters
• Behälter nicht über den Rand hinaus beladen
• Platzbedarf des Fahrzeugs und des Behälters

Einen reibungslosen und sicheren Transport kann nur ein geeignetes Fahrzeug, mit dem entsprechenden Aufbau und den passenden Einrichtungen zur Ladungssicherung, garantieren. Auch hier achtet der Fachmann auf wichtige Einzelheiten, etwa das Gefälle des Geländes oder die Beleuchtung und Arretierung des Fahrzeuges.

Ist der Container befüllt, kontrolliert der Mitarbeiter des Containerdienstes vor der Aufnahme des Behälters die gleichmäßige Beladung des Behälters sowie dessen zulässige Tragfähigkeit. Auch auf Sicherheitsabstände, etwa zu Freileitungen, wird geachtet.

Beim Kippen von Absetz- und Abrollbehältern besteht die Gefahr durch Überschlagen oder Umstürzen des Fahrzeugs, wenn Ladegut beim Kippen haften bleibt, eine plötzliche Schwerpunktverlagerung auftritt, Abstützungen wegsacken oder etwa der Untergrund nachgibt. Quelle: BG Verkehr

Wie erkennt man Bauschutt?

Reifen, Dämmstoffe, Gips oder Grünschnitt haben im Bauschutt-Container nichts verloren
 

Um Bauschutt korrekt zu erkennen gibt es eine ganz einfache Regel: So gut wie alle im Bauschutt enthaltenen Materialien lassen sich wiederverwerten. Ein Bauschutt Container ist damit eigentlich kein Abfall, sondern sogar ökologisch wertvoll. Damit müssen Sie lediglich die zu entsorgenden Materialien nach genau dieser Regel trennen. Die wiederverwertbaren Materialien in einem Bauschuttcontainer werden auch als mineralische Abfälle bezeichnet und das können zum Beispiel Ziegel, Mörtel oder auch Putz sein.

Tipp: Achten Sie möglichst genau auf diese Trennung und vermeiden Sie so unnötige Kosten für eine sonst eventuell anfallende Sortierung des Abfalls. Um sicher zu gehen, ist hier eine beispielhafte Listen von Materialien, die in einem Container für Bauschutt erlaubt beziehungsweise verboten sind.

Was darf in einen Bauschuttcontainer?: Mörtel, Backsteine, Putz, Mauern, Marmor, Sandstein, Dachziegel, Tonziegel, Mauerwerk, Beton, Kacheln, Ziegel, Fliesen, Schutt, Keramik, Betonziegel, Toilettenschüssel, Kalkstein, Zementreste, Estrich, Feinsteinzeug, Waschbecken, Pissoirs, Klinkersteine, Natursteine, Pflastersteine, Mörtelreste, Blockstein, Naturschiefer.

Was darf nicht in einen Bauschuttcontainer?: Altholz, Altreifen, Dachpappe, Dämmstoffe, Gips, Erde, Sand, Schornsteinschutt, Boden, Asbest, Bimsstein, Ytong, Schlacke, Batterien, Brandabfälle, Chemikalien, Elektroschrott, Flüssigkeiten, Grünschnitt, Holz, Kabel, Kunststoffe, Metall, Müll, Öl, Restabfall, Schilf, Tapeten. (red)