„Die Konversion ist gelungen“

OB Wagner lobt Entwicklung des Westends

Der Stadtbezirk Silhöfer Aue/Westend hat seit dem Abzug der Bundeswehr Anfang der 90er Jahre sozialstrukturelle Veränderungen erfahren, die zu sozialen und auch städtebaulichen Herausforderungen geführt haben. Diese wurden in den vergangenen 15 Jahren schrittweise angegangen, so dass sich der Stadtbezirk heute als ein durchaus attraktives Wohnquartier darstellt. Hier ebenfalls zu finden sind etliche Supermärkte und diverse Firmen. Rund 2600 Menschen wohnen hier, darunter über 280 Familien und kanpp 600 Menschen über 60 Jahre. Foto: Pascal Reeber

10.06.2020

Konversion gelungen. So könnte man nach Auffassung des Wetzlarer Oberbürgermeisters Manfred Wagner die Entwicklung des Stadtbezirks Silhöfer Aue/Westend in den vergangenen 25 Jahren beschreiben.

„Die Umwandlung der Bundeswehr-Kaserne in einen Stadtteil mit einer begehrten Wohnlage, mit attraktiven Gewerbe- und Handelsbetrieben ist unter Begleitung des Programms ‚Soziale Stadt‘ sehr erfolgreich vollzogen worden.“ Dort, wo bis zum Jahr 1993 Soldaten zuhause waren, sind heute ein Geschäftszentrum, Industrie-, Handwerksund Dienstleitungsbetriebe der unterschiedlichsten Branchen, darunter mit der Stephanuswerkstatt und der GWAB mit dem Gebrauchtwaren-Kaufhaus auch zwei gemeinnützige Betriebe, die Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen bieten. Viele Familien konnten sich hier den Traum vom Eigenheim in zentraler Lage verwirklichen, auch etliche Senioren haben eine passende, zentrumsnahe Wohnung gefunden. Weitere Bauprojekte, so Oberbürgermeister Wagner, sind in Arbeit. „Der Bezirk Silhöfer Aue/Westend ist ein dynamisches, attraktives Quartier zum Wohnen, Arbeiten und zur Freizeitgestaltung.“ (red).
     

„Nachbarschaften gestalten“
   

Rückblick von Peter Matzke (Koordinationsbüro)
   

„Aus sozialplanerischer Perspektive war die Umsetzung des Projekts ,Soziale Stadt Silhöfer Aue/Westend‘ eine herausfordernde und spannende Aufgabe“, sagt Peter Matzke, Leiter des Koordinationsbüros Sozial- und Jugendwesen bei der Stadt Wetzlar. Mit der „Auflösung des ehemaligen Kasernenstandorts und dem Entwicklungsbedarf der umliegenden Wohnbebauung“ sollte ein zukunftsfähiges Stadtquartier gestaltet werden. „Das Bund-Länder-Programm Soziale Stad bot dafür den idealen Rahmen.“ Das Besondere: „Für Bewohner gab es die Möglichkeit, sich im Rahmen der Stadtbezirkskonferenz oder des Stadtteilbeirats zu beteiligen.“ Mit dem Quartiersmanagement in Trägerschaft des Caritasverbands Wetzlar/Lahn-Dill-Eder sei zudem „eine wichtige Anlaufstelle für die Beteiligung der Anwohner vor Ort geschaffen“ worden. Zur wichtigen Anlaufstelle habe sich das Café ,Freiraum‘ unter Trägerschaft des Fördervereins ,Nachbarn im Westend‘ entwickelt. Aktuell liege ein Bauantrag der bpd Immobilienentwicklung GmbH aus Frankfurt für die Bebauung des letzten Baufelds vor und die Planung, eine Geschosswohnungsbebauung zu errichten. (taf).