Cannabis macht die Nächte schön

Hanf – Der neue Baustein in der Nachhaltigkeitsstrategie von Dormiente


11.06.2020

Heuchelheim, 12/2019
Hanf im Müsli und im Wellnessdrink, in der Gesichtscreme und im T-Shirt. Und jetzt auch noch Matratzen mit Hanf. Alles nur clevere Marketingidee in ansonsten übersättigten Märkten? Heiße Luft oder heißer Stoff? Für Dr. Rüdiger Plänker, Geschäftsführer des führenden deutschen Naturmatratzen-Produzenten Dormiente, ist die Sache klar: das ist kein kurzlebiger Trend! Da sei so viel dran, dass man jetzt neben der NATUR PUR-Matratze mit Kernverstärkung aus Hanfvlies optional alle Matratzen im Sortiment mit Bezug aus reinem Hanf anbieten wird. Und obendrein noch Bettdecken und eine eigene Bettwäsche-Kollektion aus dem gleichen Material. Zur internationalen Möbel und Eintichtungsmesse imm cologne 2020 wurde das erweiterte Hanf-Programm erstmalig vorgestellt.

Dormiente forsche stetig, wie man die an sich schon sehr ausgeklügelten Produkte noch weiter optimieren könne. Die positiven Eigenschaften von Hanf sind nicht nur in der Öko-Branche lange bekannt. 2011 schließlich hat die Nicht-Regierungsorganisation Made-by in einer Studie viele gebräuchlichen Textil-Fasern miteinander verglichen. Danach dränge sich einem der Hanf geradezu auf. Was die Gebrauchseigenschaften angehe und den Umwelteintrag. Hanf reguliert Feuchtigkeit viel besser als Baumwolle und wirkt temperaturausgleichend. Diese klimatisierenden Eigenschaften machen Hanf für Dormiente zum idealen Material im Schlafbereich. Hanf fühlt sich gut an auf der Haut, weich aber etwas fester als Baumwolle, und tatsächlich ist die Hanf-Faser der Baumwolle auch in Punkto Haltbarkeit deutlich überlegen.

Als Nutzpflanze ist Hanf zwar mindestens so alt wie die Baumwolle, wurde jedoch im Laufe der Zeit vom „weißen Gold“ verdrängt aufgrund des früher recht arbeitsintensiven Verarbeitungsprozesses. Das dürfte sich jetzt umdrehen: die geeignete Technik ist längst entwickelt und gegen Wetterextreme, Klimawandel und Fraßfeinde ist Hanf weit besser gewappnet. Die Cannabis-Pflanze ist robust, benötigt einen Bruchteil des Wassers und gedeiht nahezu überall. Auf Schädlingsbekämpfungsmittel kann schon im konventionellen Anbau verzichtet werden. Das passe perfekt in den Dormiente Nachhaltigkeitsgedanken: Umwelt schonen und Klima retten im Schlaf. Ohne Verlust bei der Ergonomie habe man durch den Hanf-Kern schon einen Teil des Naturlatex einsparen können. Der lege nun mal aus Asien einen weiten Weg zurück bis nach Heuchelheim.

Baumwolle durch Hanf zu ersetzen bedeutet nun eine weitere Reduktion der Transportemissionen. Baumwolle sei gut, keine Frage, jedoch nur im Bioanbau nachhaltig. Und ganz offensichtlich tue sich der Markt mit der Umstellung auf Bio schwer, wie der nach wie vor geringe Anteil zeige. Die von der Wurzel bis zur Spitze verwertbare Cannabis-Pflanze könnte da auf Dauer eine Alternative sein. „Wenn wir aus den Stängeln unsere Fasern für Matratze, Bettdecke und Co. gewonnen haben, kann man z. B. noch Blätter als Tee oder zur Gewinnung ätherischer Öle und Pflanzenreste als Biomasse, Einstreu oder Baumaterial nutzen.“ Auch Speiseöl aus Hanfsamen gilt aufgrund seines ausgewogenen Fettsäurespektrums als besonders wertvoll. „Alles in allem – für uns die Pflanze der Zukunft“, resümiert Dr. Plänker. „Hanfsamen sind im Müsli übrigens sehr lecker. Ganz ohne berauschende Wirkung, versteht sich“.
       

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