Frühlings-Kur für das Fahrzeug

So langsam dürfen sich die Autofahrer von dem Winter und den kalten Tagen verabschieden

Bei höheren Temperaturen sollte wieder Sommerreiniger in der Scheibenwaschanlage verwendet werden. Foto: georgeclerk/istockphoto.com

5.03.2021

Was für ein Schaukel-Winter: Erst Eis und Schnee, wenige Tage später bis zu 20 Grad plus. Da heißt es auf Zack zu sein und schnell in der Waschanlage den Streusalz-Panzer abzuspülen. Denn je wärmer es wird, desto heftiger lässt Salz das Blech rosten.

Wichtigster Grundsatz vor der Einfahrt in die Waschanlage: Nie ohne Vorwäsche. Sonst schieben die Waschbürsten den fest haftenden Schmutz über den Lack und verursachen tiefe Kratzer. Die ein bis zwei Euro für den Hochdruckreiniger sind also gut investiert.

Am besten von innen und außen ordentlich reinigen

Aber Vorsicht: Abstand halten zum Blech und vor allem zu den Reifen, näher als 30 Zentimeter sollte man nicht rangehen mit dem Hochdruckstrahl.

Nach dem Waschen und Trocknen folgt die Lack-Begutachtung. Gibt es Abplatzer durch Splitt- oder Granulat-Beschuss? Dann sofort mit einem passenden Lackstift austupfen, bevor sich Rost bildet.

Ein Blick in den Behälter der Scheibenwaschanlage schadet ebenfalls nicht. Ist noch ausreichend Wintermischung drin? Dann kann diese verbraucht werden, ehe bei höheren Temperaturen wieder der Sommerreiniger zum Einsatz kommt.

Ungefähr zeitgleich kann auch der Wechsel von Winter- zu Sommerreifen erfolgen. Es gilt ja der Merksatz „Winterreifen von O bis O – Oktober bis Ostern“, aber letztlich entscheidet darüber auch die geographische Lage. Auf jeden Fall ist es nie verkehrt, sich in seiner heimischen Werkstatt frühzeitig einen passenden Termin für den Räderwechsel zu holen.

Bleibt noch die Kontrolle des Innenraums. Oft schleppt man unbemerkt Schnee hinein, der taut und dann den Teppich durchtränkt. Also unter den Fußmatten nachsehen und Nässe mit Zeitungspapier oder Küchentüchern aufsaugen, bevor sich mit steigenden Temperaturen Schimmel bildet. Das muss man gegebenenfalls öfter wiederholen. Schließlich ist nicht ausgeschlossen, dass es nochmal schneit. Quelle: www.kfzgewerbe.de


Lebensretter Rettungsgasse

Am besten „Rechte-Hand-Regel“ merken

Man hört es immer wieder im Verkehrsfunk bei Staumeldungen: „Bilden Sie bitte eine Rettungsgasse!“ Auch wenn dieser Lebensretter in aller Munde ist, sind viele Autofahrer unsicher, wie genau man eine Rettungsgasse bildet. Mit der Rettungsgasse sollen Rettungsfahrzeuge wie Polizei, Notarzt oder Feuerwehr aber auch Abschleppfahrzeuge schneller an Unfallstellen gelangen. Die Straßenverkehrsordnung regelt in § 11 Abs. 2 StVO: „Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“

Bei einem Stau auf mehrspurigen Straßen ist man daher verpflichtet, die Rettungsgasse zu bilden. Fährt man auf dem linken Fahrstreifen, so weicht man nach links aus. Ist man auf den übrigen Fahrstreifen unterwegs, zieht man nach rechts. Dies gilt unabhängig davon, wie viele Fahrstreifen vorhanden sind. Die Einsatzkräfte können dann in der zwischen den Spuren gebildeten Gasse passieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Seitenstreifen befahrbar bleiben muss.

Das Prinzip kann man sich ganz einfach mit der „Rechte-Hand-Regel“ merken: Die Lücke zwischen Daumen und Zeigefinger stellt die Rettungsgasse dar. Der Daumen ist die linke Spur, und alle anderen Finger symbolisieren die weiteren Spuren.

Die Rettungsgasse muss bei Bedarf auf jeder Fahrbahn gebildet werden. Schon bei stockendem Verkehr sollte man sich entsprechend seiner Fahrspur nach links oder rechts für eine Rettungsgasse orientieren. Denn sobald die Fahrzeuge stehen, ist es fast unmöglich, eine geeignete Gasse zu bilden. Die Fahrzeuge sollten dabei geradestehen, um die Durchfahrt der Einsatzfahrzeuge nicht zu behindern.

Die Rettungsgasse muss offenbleiben, bis sich der Stau endgültig auflöst. Es könnten immer wieder weitere Einsatzfahrzeuge folgen. Wer nicht pflichtgemäß eine Rettungsgasse bildet, wird seit Oktober 2017 härter bestraft. Dabei sieht der Bußgeldkatalog ein Bußgeld von 200 Euro vor, zudem zwei Punkte in Flensburg. Quelle: www.kfzgewerbe.de