Homeoffice – schadet die Zwangspause dem Auto?

Wegen der Pandemie fahren derzeit viele nicht zur Arbeit und fragen sich, ob dies Auswirkungen auf das Fahrzeug haben könnte

Moderne Starterbatterien sollten im Normalfall drei bis sechs Jahre lang problemlos funktionieren. Foto: ProMotor/T. Volz

10.05.2021

Viele arbeiten momentan von zu Hause aus und benötigen ihr Fahrzeug nur noch selten. Was ist vor längeren Abstellphasen zu beachten, um Schäden zu vermeiden? 

Grundsätzlich gilt: Moderne Starterbatterien sollten drei bis sechs Jahre lang problemlos funktionieren. Das gilt bei vollem Ladezustand von über 90 Prozent. Und der Ladezustand hängt unter anderem davon ab, wie das Auto genutzt wird.

Bei Vielfahrern, die sonst täglich 50 Kilometer und mehr zurücklegen, hat die Batterie meist den vollen Ladezustand. Wenn das Auto dann ein paar Wochen nur unregelmäßig genutzt wird, schadet das der Batterie in der Regel nicht.

Kurzstreckenfahrer hingegen sollten sie gerade im Winter gemäß der Bedienungsanleitung gegebenenfalls nachladen. Sonst kann sich das Startverhalten verschlechtern und die Lebensdauer der Batterie verringern. Bei modernen Fahrzeugen ist das Laden ein Job für die Werkstatt. Denn nach dem Abklemmen und Laden der Batterie muss anschließend meist die Fahrzeugelektronik neu angelernt werden.

Vorteile für längere Ruhezeiten des Fahrzeugs bieten Garagen oder andere überdachte Stellplätze, weil sie das Auto trocken halten. Denn Regen schadet zwar nicht der Karosserie, wohl aber der Bremsanlage. Denn die Bremsscheiben hinter den Rädern bestehen aus Gusseisen, das schon bei hoher Luftfeuchtigkeit Rost ansetzt. Bei täglicher Benutzung schleifen die Bremsbeläge diese dünne Rostschicht bei der ersten Bremsung ab. Werden die Bremsen aber längere Zeit von Regen benetzt, kann die Rostschicht dicker werden und sogar die Bremsbeläge an den Bremsscheiben festrosten lassen. Dabei bilden sich Rostnarben im Gusseisen, die nicht wieder verschwinden und beim Bremsen zum Ruckeln führen, im schlimmsten Fall den Austausch der Scheiben und Beläge nötig machen. Dagegen hilft nur, das Auto je nach Witterung mindestens einmal pro Woche ein längeres Stück von etwa 20 Kilometern zu bewegen. Quelle: www.kfzgewerbe.de