Ist auf dem Dach alles sicher verstaut?

Wer sein Gepäck auf dem Dach oder am Heck transportiert, sollte einiges berücksichtigen

Beim Befestigen und Beladen einer Dachbox gilt es einige Sicherheitsaspekte zu beachten. Archivfoto: Andreas Fenqler/ProMotor

14.07.2021

In diesem Sommer werden wohl wieder zahlreiche Menschen aus der heimischen Region ihren Urlaub in Deutschland verbringen. Einige zieht es in die Berge, andere entspannen lieber an der Nord- oder Ostsee. Oftmals müssen dabei auch Dinge mitgeführt werden, die nicht in den Kofferraum passen. 

Das Schlauchboot soll an die See, das Rad mit in den Wald. Autofahrer müssen nicht erfinderisch sein: Ihre Lademeister bieten reichlich Platz für den Transport auf dem Dach und am Heck.

Träger und Boxen halten die Ladung dort fest im Griff. „Vorausgesetzt, es wird vorschriftsmäßig montiert, gepackt und gefahren“, sagt Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.

Das kleine Lade-Einmaleins sieht folgende Maßnahmen vor:

Sicher montieren:

Egal, ob Dachbox oder Fahrradträger - nicht für alle Systeme bietet das Auto von vornherein die Voraussetzungen. Auf dem Dach ist ohne Reling und am Heck ohne Anhängerkupplung kein Transport möglich.

Am besten, man überlässt die Nachrüstung der Werkstatt. Denn geraten Dachbox oder Heckträger aufgrund fehlerhafter Montage später aus den Fugen, besteht nicht nur Lebensgefahr für Autoinsassen und andere Verkehrsteilnehmer, der Fahrer haftet auch für eventuelle Schäden.

Wie viel das Auto schleppen darf, steht in den Papieren: Die Dachbox samt Inhalt sollte die zulässige Dachlast nicht überschreiten. Räder und Heckträger dürfen nicht schwerer sein als es die Stützlast der Anhängerkupplung erlaubt. Das ist wichtig, denn vor allem Elektrofahrräder bringen im Vergleich zu normalen Bikes locker das Doppelte des Gewichts auf die Waage.

Im schlimmsten Fall rutscht die Dachbox vom Auto runter

Sicher laden:

Hauptsache rein damit und zumachen? Vergessen Sie es! Schon bei der ersten Vollbremsung rutscht die ganze Chose in der Dachbox nach vorn und die Box schlimmstenfalls runter vom Dach. Als Faustregel gilt: Schweres nach unten und fest verzurren, Leichtgewichte wie Schnorchel und Schwimmflossen gut verteilt dazwischen und darüber.Heckträger spielen für den Radtransport in punkto Handling und Sicherheit gegenüber den Dachträgern ihre Vorteile aus: niedrige Ladehöhe, geringerer Luftwiderstand beim Fahren, Platz für schwere E-Bikes.

Laderampen erleichtern das Muskelspiel beim Raufhieven. Und an den Kofferraum kommt man aufgrund des Abklapp- oder Ausziehmechanismus immer noch gut ran.

Der Test vor Ort beim Händler bringt Klarheit, ob das Auto zum System passt und das System zum Nutzer. Nicht vergessen:

Nach ein paar Kilometern sollten Box und Träger nochmals auf ihren festen Sitz überprüft werden. Und mit einer guten Diebstahlsicherung lässt sich das Fischbrötchen am Strand wesentlich entspannter genießen.

Sicher fahren:

Die Fahrt mit den Schwergewichten obendrauf oder hintendran macht das Fahren nicht leichter: Der Bremsweg wird länger, das Lenken schwerer, das Kurvenverhalten problematischer, der Seitenwind aggressiver, die Sicht nach hinten ist eingeschränkt. Hier einige Tipps, wie man mit Sack und Pack sicher ans Ziel kommt:

• Tempo 120 bis 130 nicht überschreiten (Aufschluss geben die Installationsanleitungen)
• Den Abstand zum Vorausfahrenden vergrößern
• Stets bremsbereit fahren
• In Kurven langsamer rollen
• Auf Brücken und nach Waldstücken mit Seitenwind rechnen. Quelle: www.kfzgewerbe.de


Keine Bange vor der Hauptuntersuchung

Durchsicht und HU in einem Rutsch erledigen lassen

Eine neue Hauptuntersuchung ist fällig. Für viele Autofahrer der pure Stress. Dabei lässt sich dieser Vorgang ganz einfach an die heimische Autowerkstatt delegieren. Häufigster Mangel laut TÜV-Report 2021: Defekte an der Beleuchtung. Auf das Licht am Fahrzeug sollte jedoch jeder Autofahrer regelmäßig achten. Und nicht erst, wenn der HU-Termin ansteht. Auch dafür ist die Werkstatt des Vertrauens der richtige Ansprechpartner. Denn die Fachleute bieten nicht nur regelmäßige HU-Termine an, sondern kennen auch alle Schwachstellen und können eventuelle Mängel abstellen, bevor der Prüfer das Auto unter die Lupe nimmt. Positiver Nebeneffekt: Im HU-Bericht steht anschließend das begehrte Urteil „ohne erkennbare Mängel“, das sich bei einem späteren Verkauf des Fahrzeugs wertsteigernd auswirkt. Bereits rund zwei Drittel aller Autofahrer lassen Durchsicht und HU in einem Rutsch in ihrer Werkstatt durchführen. Quelle: www.kfzgewerbe.de