Jetzt wird’s höchste Zeit für den Wechsel

Moderne Sommerreifen trotzen morgendlicher Kälte

Trotz kühler Nächte kann man jetzt die Sommerreifen aufziehen lassen. Foto: Archiv

26.04.2021
Autohaus Marx GmbH

Für einige Autofahrer ist die gute alte Faustregel „von Oktober bis Ostern“ das Maß der Dinge, wenn es um das Aufziehen der Sommerpneus geht. Dementsprechend haben sie bereits einen Termin in der Werkstatt gehabt.

Andere halten sich beim Reifenwechsel an die 7-Grad-Grenze. Generell kann es in unseren Breitengraden bis in den April hinein zu Schneefall kommen. Temperaturen um den Gefrierpunkt sind in diesem Zeitraum zumindest in der Nacht und am frühen Morgen keine Seltenheit. Der Mythos sagt, dass Sommerreifen unter sieben Grad Celsius weniger Grip als Winterreifen aufbauen und warten demnach mit dem Wechsel.

Dies ist heutzutage nur bedingt richtig. „Moderne Sommerreifen können auf Nässe und bei trockenen Bedingungen auch noch knapp über dem Gefrierpunkt Vorteile gegenüber den Winterspezialisten hinsichtlich Traktion und Bremsverhalten aufweisen“, verrät Reifenexperte Torsten Hesse. „Möglich machen das innovative Reifenmischungen, verbesserte Profilierungen und breitere Reifen.

Vielmehr hat die witterungsbedingte Straßenbeschaffenheit, also ob schneebedeckte, reifüberzogene oder vereiste Fahrbahnverhältnisse vorherrschen, den entscheidenderen Einfluss auf den Reifengrip als nur die reine Außentemperatur“, so Hesse.

Für Wenigfahrer oder Autofahrer, die bei Eis und Schnee ihr Fahrzeug lieber stehen lassen, können sich sogenannte Ganzjahresreifen lohnen. Diese sind zwar nur ein Kompromiss zu den Winter- und Sommerreifen. Wer aber nur selten in Bergregionen unterwegs ist und von seinem Reifen keine Höchstleistungen abverlangt, der kann sich das mühselige Umrüsten der Reifen und einen Komplettsatz Bereifung sparen. Hier kann es dennoch sinnvoll sein, die durch Hitze und Kälte beanspruchten Reifen vom Fachmann durchchecken zu lassen. tuev-thueringen.de