Nicht auf Sand bauen

Wie man seine Immobilienfinanzierung mit Blick nach vorne richtig absichert

Was, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann? Foto: djd/Worksurance.de/Getty Images/Solis

22.11.2021

Egal, ob großzügige Villa oder Tiny House: Die meisten Menschen müssen ihr Eigenheim zu einem großen Teil und oftmals über einen langen Zeitraum fremdfinanzieren. Bezahlt werden Zins und Tilgung in der Regel aus dem Arbeitseinkommen. Aber nur die wenigsten machen sich Gedanken darüber, was passiert, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann.

Die finanzierende Bank wird auf der zuverlässigen Erfüllung des Kreditvertrags bestehen. Wenn der Kredit nicht mehr bedient werden kann, muss das Haus im schlimmsten Fall verkauft werden oder wird von der Bank zwangsversteigert. Mit welchen Versicherungen kann man diesen Worst Case verhindern und den Kredit absichern? Wer jeden Monat sein komplettes Arbeitseinkommen aufbraucht, benötigt schon bei relativ kurz dauernden Einkommensausfällen eine Versicherung.
 

der stadtmakler - Martin Bähringer Immobilien GmbH & Co. KG

Art der Versicherung hängt von den Rücklagen ab

Da wäre ein privates Krankentagegeld für einige Experten das Mittel der Wahl. Dieses leistet bereits dann, wenn die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber nach sechs Wochen wegfällt. Wer dagegen 4,5 Monatsgehälter auf der hohen Kante hat, könnte sich diese Versicherung sparen, weil er die Lücke zwischen Krankengeld und Einkommen für 18 Monate selbst schließen könne. Nach eineinhalb Jahren bekommt ein Angestellter allerdings kein Krankengeld mehr, sondern eine Erwerbsminderungsrente. Schwer genug, diese Leistung zu bekommen.

Aber selbst wenn man sie erhält, reicht sie in der Regel nicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten und vor allem nicht, um einen Immobilienkredit zu bedienen. 

Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit

Hier kommt die Berufsunfähigkeitsversicherung ins Spiel. Sie leistet dann, wenn man seinen Beruf für sechs Monate aus gesundheitlichen Gründen nur noch zur Hälfte ausüben kann. Wer über Rücklagen in Höhe von sechs Monatsgehältern verfügt und bereit ist, umzuschulen, kann eine Immobilienfinanzierung sogar ohne das Geld aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung bedienen.

Ganz anders die Situation bei jemandem, der aus gesundheitlichen Gründen keine drei Stunden in irgendeinem Job arbeiten kann und bei dem eine Umschulung nicht mehr sinnvoll möglich ist.

In diesem Fall würde die günstigere Erwerbsunfähigkeitsversicherung einspringen. Für alle, die sich dennoch mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung besser fühlen, aber auch nicht zu viel zahlen wollen, haben Finanzkenner noch einen Tipp: Der Beitrag halbiert sich bei vielen Berufen, wenn der Schutz nur bis zum Endalter 60 statt bis zum Renteneintritt mit 67 greift. (djd)


Nachhaltigkeit ist Trumpf am Bau

Energieeffiziente Baumaterialien sind der Schlüssel für einen kleineren ökologischen Fußabdruck

Wer heute baut, muss im Zuge des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) strenge Vorgaben an die Energieeffizienz des neuen Hauses einhalten. Gebäude haben einen erheblichen Anteil am CO2-Ausstoß, die Senkung ist daher ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimawende. Doch nicht nur durch den Energieverbrauch während ihrer Nutzungszeit hinterlassen Bauwerke einen ökologischen Fußabdruck, sondern auch durch den Bau selbst. Wie groß die sogenannte „graue Energie“ ist, die in einem Bauwerk steckt, hängt nicht zuletzt vom Energieeinsatz und Ressourcenverbrauch bei der Herstellung und Verarbeitung sowie von der Recyclingfähigkeit der eingesetzten Materialien ab.

Kupfer: Vielseitig und ökologisch sinnvoll in der Hausinstallation

Kupfer etwa ist in der Hausinstallation vielseitig zu verwenden. Es ist zuverlässig und langlebig im Trinkwassersystem einsetzbar und schützt die Qualität des Trinkwassers. In der Heizungsinstallation wird es ebenfalls häufig verbaut. Kupferrohre sind Standardprodukte, die Installateure seit Jahrzehnten verarbeiten, Wartungs- und Erweiterungsarbeiten werden auch in der ferneren Zukunft problemlos möglich sein. Und spätestens bei der Recyclingfähigkeit zeigt sich Kupfer als echter Musterschüler. Rohre und Leitungen aus dem roten Metall sind viel zu wertvoll, um sie bei einem Rückbau einfach zu entsorgen. Denn der Werkstoff lässt sich ohne jeden Qualitätsverlust zurückgewinnen und zu neuen Produkten weiterverarbeiten. Unter www.kupferinstitut.de gibt es für Interessierte dazu viele weitere Infos und Tipps. Verbundmaterialien und Kunststoffe sind dagegen nur mit Qualitätsverlusten wiederverwendbar, zudem ist die Aufbereitung in vielen Fällen nicht wirtschaftlich.

Das Recycling von Kupfer trägt auch zur Verbesserung des Energieeinsatzes in der Gewinnung und Herstellung bei. Denn die Wiederverwertung benötigt weitaus weniger Energie als die Neugewinnung aus Kupfererz. So verwundert es nicht, dass etwa in Deutschland trotz steigender Nachfrage bereits die Hälfte des Kupferbedarfs aus dem Recycling gedeckt werden kann. (djd)