Urlaubs-Check: sicher, schnell, günstig

Da sich die Inzidenzwerte verbessern, planen viele nun längere Reisen mit dem Auto

Vor einer längeren und strapaziösen Fahrt sollten beim Fahrzeug natürlich auch die Bremsen durchgecheckt werden. Foto: ProMotor/T.Volz

24.05.2021

Corona hin, Corona her – am Urlaub wollen die Deutschen in diesem Jahr nicht rütteln. Fast die Hälfte plant nach Angaben der Stiftung für Zukunftsfragen eine Reise, jeder Fünfte möchte sogar mehrmals die Koffer packen.

Und wenn schon keine Safari in Botswana, kein Whalewatching vor Boston – dann doch wenigstens mit dem Auto ein paar Tage durchs Land cruisen.

Aber einfach einsteigen, losdüsen und gut ist? „Besser nicht“, warnt Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). „Der Frühjahrscheck ist Wochen her, und auf dem Pannenstreifen möchte schließlich keiner stranden.“ Die Werkstatt erledigt den Technik-Test gut, schnell und günstig, beseitigt Mängel und hat auch sonst viele Tipps für unterwegs parat.

Bremsen, Lenkung & Co.: die Nummer sicher

Bitte einmal auf den Bremsenprüfstand und die Hebebühne! Lenkung, Bremsen, Stoßdämpfer, Achse – alle sicherheitsrelevanten Teile müssen für die strapaziöse Fahrt bei sommerlichen Temperaturen und über so manche Schotterpiste topfit sein.

Beleuchtung: der klare Durchblick

Jedes fünfte Auto rauschte 2020 durch den Licht-Test von ZDK und Deutscher Verkehrswacht. Seitdem ist über ein halbes Jahr vergangen. Also alles auf Anfang: Leuchten und Blinker prüfen und, sofern es nicht automatisch geschieht, Scheinwerferhöhe der Ladung anpassen. Für den klaren Durchblick sorgen neue Wischergummis. Die Frontscheibe sollte von den Werkstatt-Profis auf Steinschlagschäde und Risse geprüft und, falls notwendig, repariert oder ausgetauscht werden.

Natürlich müssen auch die Reifen geprüft werden

Reifen: die runde Sache

Vor der großen Fahrt kommen auch die Reifen auf den Prüfstand. Sind sie beschädigt (eingefahrene Nägel, einseitig abgefahrenes Profil)? Welches Alter haben sie (maximal acht Jahre)? Wie tief ist das Profil (mindestens drei Millimeter)? Ganz wichtig: Den Reifendruck unbedingt dem beladenen Fahrzeug anpassen. Die Angaben stehen im Tankdeckel, am Einstieg der Fahrertür, immer jedoch in der Bedienungsanleitung. Und nicht vergessen: Auch unterwegs ist der Stopp an der Tankstelle mit einer Luftdruckkontrolle sinnvoll. Da gilt auch für Autos mit Reifendruckkontrollsystemen (RDKS).

Flüssigkeiten: die richtige Dosis

Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlwasser, Scheibenreiniger – alle Füllstände werden kontrolliert und auf den optimalen Stand gebracht. Für unterwegs lohnen sich Reserveeinheiten, wie Öl und Scheibenreiniger. Nicht jede Tankstelle hat schließlich das, was das Auto im Notfall braucht.

Klima: das kühle Lüftchen

Bei sommerlicher Hitze ist die Klimaanlage besonders gefordert. Empfehlenswert sind das Prüfen oder Wechseln des Innenraumfilters inklusive der Reinigung von Düsen und Lamellen. Die Wartung der Klimaanlage kann auf Kundenwunsch und bei Fälligkeit von der Werkstatt gleich mit erledigt werden.

Pannenset: die Helfer in der Not

Verbandkasten, Warndreieck und -westen sind vorgeschrieben, Bordwerkzeug und Wagenheber empfehlenswert. Für den Fall der Ausfälle gehen Ersatzlampen und -sicherungen mit auf Reisen. Das Ganze wird natürlich so verstaut, dass alles schnell erreichbar ist. Quelle: www.kfzgewerbe.de


Corona-Belastungen durch Erleichterungen abfedern

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe formuliert Forderungen an eine zukünftige Bundesregierung

Mit einem fünfseitigen Forderungskatalog macht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die Positionen der überwiegend kleinen und mittelständischen Autohäuser und Werkstätten gegenüber einer zukünftigen Bundesregierung deutlich.

„Unsere Betriebe sind die Garanten für individuelle Mobilität. Gerade in der Corona-Pandemie stellen sie ihre hohe Bedeutung einmal mehr unter Beweis“, betont ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. Umso weniger nachvollziehbar seien daher Verkaufsverbote und -beschränkungen für Autohandelsbetriebe, die sich wirtschaftlich verheerend ausgewirkt haben und zum Teil noch auswirken. „Daher fordern wir von der zukünftigen Bundesregierung, diesen Belastungen durch gesetzliche Erleichterungen Rechnung zu tragen“, so Karpinski.

Ebenso wichtig sei es, den Rechtsrahmen für ein eigenverantwortliches unternehmerisches Handeln der Autohäuser und Kfz-Werkstätten zu stärken. Dazu gehöre auch der Schutz vor dem Missbrauch überlegener Marktmacht durch die Automobilhersteller.

Ein weiterer Punkt im Forderungskatalog betrifft den Zugang zu Wartungs- und Instandsetzungsinformationen der Automobilhersteller. Dieser müsse offen und diskriminierungsfrei möglich sein, so dass markengebundene wie nicht markengebundene Kfz-Betriebe auch in Zukunft an sämtlichen Fahrzeugen arbeiten können.

Technologieneutrale Eindämmung

Ein Kernpunkt der ZDK-Forderungen ist, den Reformprozess der digitalen Fahrzeugzulassung um- und durchzusetzen. Die Corona-Pandemie habe verdeutlicht, wie die hier ausbleibende Digitalisierung Vorgänge wirtschaftsschädigend verlangsame. „Wir halten am Ziel fest, die Fahrzeugzulassung auch im Autohaus zu ermöglichen“, so Jürgen Karpinski.

Die Eindämmung des Klimawandels zählt auch für den ZDK zu den größten Herausforderungen der Gegenwart. „Das Kraftfahrzeuggewerbe ist bereit, hierzu seinen Beitrag zu leisten“, sagt der ZDK-Präsident. Neben der Elektromobilität seien jedoch sämtliche alternativen, CO2-schonenden Antriebsarten für das Erreichen der Klimaschutzziele gleichberechtigt in die Förderung einzubeziehen. „E-Fuels und Biokraftstoffe können die Emissionen bestehender Fahrzeugflotten in kurzer Zeit senken. Nur mit der tatsächlichen Umsetzung der Technologieneutralität kann eine bezahlbare, individuelle Mobilität langfristig gewährleistet werden“, so Jürgen Karpinski.

Auch müsse die Förderung öffentlicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge unter Einbeziehung künftiger Leistungserhöhungen der Ladeeinrichtungen deutlich attraktiver für Privatunternehmen gestaltet werden als im Gesetz zur Schnellladeinfrastruktur vorgesehen. Dazu gehöre auch der Aufbau einfacher, standardisierter Bezahlsysteme für eine kundenfreundliche und alltagsgerechte Nutzung. Und die ausgelobten Kaufanreize für Plug-In-Hybridfahrzeuge dürften nicht im Nachhinein wieder einkassiert werden.

„Neben zerstörtem Vertrauensschutz würde dies die derzeit einzige Möglichkeit, sich auch mit langstreckentauglichen Fahrzeugen lokal emissionsfrei fortbewegen zu können, empfindlich einschränken“, betont der ZDK-Präsident. Im Übrigen plädiert der ZDK für den Einsatz dynamischer Verkehrsregelanlagen und lehnt ein undifferenziertes allgemeines Tempolimit ab.

Auch nach Ansicht des ZDK bedeuteten die zunächst geplanten Verschärfungen der Euro-7-Typgenehmigungsverordnung de facto ein Verbot der Neuzulassung für Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor.

Zwar sei die EU-Kommission inzwischen etwas abgerückt von ihren ursprünglichen Vorgaben. Verbindliche Regelungen stünden jedoch noch aus. „Die kommende Bundesregierung sollte sich für eine neue Abgasnorm mit Vernunft einsetzen“, fordert der ZDK-Präsident.

Vehement wehrt sich der ZDK gegen ein Zulassungsverbot für Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Eine derartige Regelung, wie sie verschiedene europäische Staaten bereits zum Jahr 2030 forderten, wäre ein Kahlschlag durch verschiedene Bereiche der Automobilwirtschaft.

Auch ein Bonus-Malus-System bei der Zulassung von Neufahrzeugen stelle eine Diskriminierung von Autokäufern dar, die sich kein Elektrofahrzeug leisten und/oder ein solches nicht laden könnten. Laut dem ZDK dürfe es daher weder ein direktes noch ein indirektes Verbot bestimmter Antriebstechnologien geben. Quelle: www.kfzgewerbe.de


Sonnenbrillen für Autofahrer?

Klar, aber es sollten nicht irgendwelche sein!

Das Cabrio offen, die Sonne im Auto, der Wind im Haar. Zum Ausflug ans Meer fehlt nur noch die coole Sonnenbrille. Sie sorgt für sicheres Sehen – auch und vor allem beim Autofahren. Jeder kennt die Gefahren bei gleißendem Sonnenschein, extremen Hell-Dunkel-Wechseln oder tief stehender Sonne auf nasser Straße. Schon bei Tempo 50 legen geblendete Autofahrer 14 Meter und bei Tempo 130 riskante 36 Meter im Blindflug zurück.

Doch welcher Augenschutz hilft wirklich? Welche Gläser und Fassungen bringen Sicht und damit Sicherheit?

UV-Schutz: Egal ob im oder am Auto – die für uns unsichtbaren UV-Strahlen können Hautkrebs, aber auch viele Augenkrankheiten wie Grauer Star oder altersbedingte Makuladegeneration (AMD) verursachen. Am Innenbügel der Brillen sollte deshalb das CE-Zeichen stehen. Damit erfüllt der Sonnenschutz die Mindestanforderungen der europäischen Richtlinien. Mit dem Vermerk „UV 400“ wird kenntlich gemacht, das Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern blockiert werden.

Getönte Gläser: Sie schützen vor der gefährlichen Blendung des sichtbaren Lichtanteils. Für unsere Breitengrade bestens geeignet ist von den fünf Blendschutzkategorien die Tönungsstufe 2 (Lichtdurchlässigkeit: 18 bis 43 Prozent).

Glasfarben: Rot, Blau und Gelb sehen schick aus, verfälschen aber die Farben von Ampeln, Verkehrszeichen und Rücklichtern. Optimal sind Grau, Braun und Graugrün.

Entspiegelte Gläser: Sie bieten Schutz vor lästigen Reflexionen. Das sorgt für besseres Kontrastsehen und macht müde Augen munter. Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge blenden weniger. Die Entspiegelung am besten beidseitig ordern.

Polarisierende Gläser: Sie senken die sichtbare Spiegelung des Sonnenlichts auf nassen oder flirrenden Straßen. Das verspricht weniger Blendung, schärfere Kontraste und fittere Augen.

Für eine rundum gute Sicht sorgen schmale Bügel und Fassungsränder sowie große Gläser, die möglichst nah an den Augen sitzen sollten. Wer sicher gehen will, lässt sich im Fachgeschäft beraten. Letztendlich drückt oder rutscht dann auch nichts. Quelle: www.kfzgewerbe.de