Welche Heizung eignet sich am besten?

System muss zum Gebäude und seinen Bewohnern passen / Energieberater informiert

Der Fachmann berät bei der Auswahl einer passenden Heizungsanlage und zeigt Sparpotenzial auf. Foto: Zukunft Altbau

10.06.2020

Sonne? Erde? Gas? Wohnkomfort, Heizkosten und die eigene Klimabilanz hängen maßgeblich von der Wahl der Heizungsanlage ab. „Am Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien“, erklärt Antje Sahlmen-Ewen, Leitende Beraterin der Beratungsstelle Wiesbaden. „Am wichtigsten bei der Auswahl ist, dass das System zum Gebäude und zu seinen Bewohnern passt.“ Ein unabhängiger Energieberater kann bei der Auswahl helfen und informiert zu den Fördermöglichkeiten.

In Neubauten regenerative Energie einsetzen

Standard bei konventioneller Heiztechnik sind heute Brennwertkessel für Erdgas oder Heizöl. Die Anschaffungskosten sind moderat. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Heizkosten mittel- bis langfristig ansteigen werden. Zudem verpflichtet das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Eigentümer, in Neubauten anteilig regenerative Energieträger zu verwenden.

In Form von Pellets oder Scheitholz kann auch Holz als erneuerbarer Brennstoff eingesetzt werden, entweder in Öfen oder in Heizkesseln. Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung können mit diesen beiden Systemen kombiniert werden.

Eine Alternative sind elektrische Wärmepumpen, die Wärme aus Erdreich, Grundwasser oder der Luft ziehen. Sie sind in der Anschaffung teurer als die drei vorgenannten Anlagen. In Neubauten sind sie aber häufig sinnvoll, da wichtige Voraussetzungen – wie eine gute Wärmedämmung oder die Eignung für eine Fußbodenheizung – meist gegeben sind.

In der Versorgung von Mehrfamilienhäusern haben sich außerdem seit Jahren Blockheizkraftwerke ökologisch und ökonomisch bewährt. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme und sind daher besonders effizient. Mittlerweile gibt es von verschiedenen Herstellern auch sogenannte Nano-Blockheizkraftwerke für den Einsatz in Einfamilienhäusern.

Häufig entscheiden sich Bauherren für eine Fernwärme-Anlage. Diese lassen sich kaum pauschal bewerten, da die Energie in den Heizkraftwerken sehr unterschiedlich erzeugt wird.

Je nach gewählter Heizungsanlage gibt es Fördermöglichkeiten, die in Anspruch genommen werden können. Zumeist müssen die Anträge vor Auftragserteilung gestellt werden. Die Energieberater der Verbraucherzentralen beraten zu den einschlägigen Programmen. (red)

Purismus am Bau

Markisen passen zur Architektur
 

Puristisch, kubisch, klar: Minimalistische Baustile, die ihre Wurzeln schon in der Bauhaus-Architektur der 1920er-Jahre haben, liegen auch fast 100 Jahre später wieder im Trend.

Terrassenmarkisen beispielsweise gibt es heute passend zu vielen Architekturstilen. Zum modernen Minimalismus passen am besten Kassettenmarkisen, bei denen das Markisentuch in einer kubischen Kassette verschwindet, wenn es eingefahren wird. Konsequent schnörkellos ist die klare Geometrie bei Modellen, die ein komplett glattes Gehäuse ohne sichtbare Schrauben und durch einen quadratischen Querschnitt reduziert gestaltet sind. So bleibt die Gestaltung der Terrasse angenehm dezent und optisch beruhigt. Motorantriebe, die sich in Hausautomationssysteme einbinden lassen, sind für einen modernen Wohnkomfort nahezu ein Muss. Tuchdesigns sind kaum Grenzen gesetzt. (djd)