Wenn der schwarze Schimmel wieder blüht

Lüften, lüften, lüften: Tipps gegen Schimmelalarm in Haus und Wohnung

Ist der Schimmel einmal im Haus, sollte man eine Fachfirma zu Rate ziehen. Foto: Daniel Reinhardt / dpa

10.06.2020

Frühjahr die Temperaturen steigen, haben Schimmelpilze in Häusern und Wohnungen wieder Hochkonjunktur, warnen die Bausachverständigen von DEKRA. Das wichtigste Gegenmittel gegen die gesundheitsschädlichen Sporen ist richtiges Lüften. „Schimmel ist ein ständiger Begleiter des Menschen, selbst in der Wohnung sind wir immer von Schimmelsporen umgeben“, erklärt Andreas Kraus. „Zum Problem wird Schimmel erst dann, wenn wir ihm die Grundlage bieten, sich auf Bauteilen anzusiedeln und sich übermäßig zu verbreiten.“ Diese Grundlage ist in erster Linie Feuchtigkeit. Wer in Wohnungen dauerhaft eine hohe Luftfeuchtigkeit zulässt, überschreitet an kalten Bauteilen langfristig eine relative Luftfeuchte von 80 Prozent. Die Folge: Es entsteht Tauwasser und damit ein ideales Klima für Schimmelwachstum. Wer sich in der Wohnung vor den gesundheitsschädlichen Sporen schützen will, muss die feuchte Luft deshalb regelmäßig ins Freie abtransportieren, die vor allem beim Duschen, Kochen, Waschen und Wäschetrocknen, aber auch durch zu viele Pflanzen entsteht. Der Bauexperte nennt Regeln.

Fenster nicht kippen: Der Grund: Der Luftaustausch ist gering, das benachbarte Mauerwerk kühlt ab, es kann dort Wasser kondensieren, die Schimmelgefahr steigt.

Stoßlüften: Der beste Schutz vor Schimmel heißt Stoßlüften: Das heißt, täglich mehrmals für fünf Minuten Fenster oder auch Türen weit öffnen und möglichst für Durchzug sorgen. Vorteil: Die feuchte Luft fließt schnell nach außen ab, die Wände und Bauteile bleiben warm – und trocken.

Zugestellte Fensterbänke: Ein typischer Fehler sind zugestellte Fensterbänke im Bad. Als Folge fließt nach dem Duschen die feuchte Luft durch das - wenn überhaupt – gekippte Fenster nicht schnell genug ins Freie, sondern direkt in die Wohnung und kondensiert dort an kalten Bauteilen.

Kaltes Schlafzimmer: Oft gelangt die feuchte Luft vom Bad ins daneben liegende, oft ungeheizte Schlafzimmer und schafft an kühlen Wänden ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Schimmelpilze.

Kochen: Die beim Kochen entstehende Feuchtigkeit per Dunstabzugshaube und Lüften direkt abführen, bevor sie sich in der Wohnung ausbreitet.

Kellerwohnungen: Achtung – kühle Kellerwohnungen bei schwülem, heißem Hochsommerwetter tagsüber nicht lüften. Sonst gelangt warme, hochfeuchte Luft nach innen; am kühlen Mauerwerk schlägt sich Wasser nieder und schafft ein optimales Schimmelklima. In solchen Wohnungen das Lüften auf die frühen Morgen und späten Abendstunden beschränken. Generell gilt: Ist der Schimmel einmal vorhanden, muss eine Fachfirma ran. Wer zu lange wartet, zahlt am Ende mehr. (red)


Frische Brise fürs Zuhause

Wandfarben ohne Löse- und Konservierungsmittel fördern ein gesundes Raumklima
 

Trendige Farben unterstützen auch ein gesundes Raumklima. Foto: djd/Schöner Wohnen Farbe/Emma Wallmen
Trendige Farben unterstützen auch ein gesundes Raumklima. Foto: djd/Schöner Wohnen Farbe/Emma Wallmen

Viele kennen das Gefühl: So schön die aktuelle Wohnungseinrichtung auch ist, nach einigen Jahren wird es einfach Zeit für etwas Neues. Das ist genauso einfach gesagt wie getan. Mit frischen Wandfarben im individuellen Lieblingston erhalten Räume im Handumdrehen eine vollkommen neue Wirkung. Mit wenig Aufwand und eigener Kreativität zieht eine frische Brise ins Zuhause ein. Das gilt auch für das Raumklima: Wer beim Farbkauf auf löse- und konservierungsmittelfreie Produkte achtet, kann gleichzeitig etwas für die Wohngesundheit tun – wichtig nicht nur für Allergiker.

Viele Verbraucher achten heute genau darauf, was „drin“ ist in den verwendeten Farben, Teppichen und weiteren Einrichtungsgegenständen. Schließlich können im ungünstigen Fall Emissionen der Einrichtung das Raumklima belasten. Wer bewusst einkaufen will, findet heute im Fachhandel ein wachsendes Angebot an umweltschonenden und allergikerfreundlichen Produkten. Die fix und fertig gemixten Dispersionsfarben sind komplett frei von Konservierungsmitteln, Weichmachern und Lösemitteln. Erhältlich sind dort auch Wandfarben, die für Allergiker bedenkenlos geeignet sind. Geeignet sind die Farben in der Regel für verschiedenste Untergründe, zum Beispiel auf Raufaser- und Prägetapeten, alten Anstrichen mit Dispersionsfarben, Gipskarton sowie Mauerwerk, Putz und Beton. (djd)