Wenn fette Leckereien den Bauch belasten

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Lästige Luft: Was hilft bei Blähungen?

Blähungen und krampfartige Bauchschmerzen trüben den Schlemmergenuss allzu häufig. Foto: djd/Pfizer/Sab Simplex/Tik o/stock.adobe.com

Fettige Speisen, insbesondere tierische Fette, sowie proteinreiche Nahrung und bestimmte pflanzliche Lebensmittel können unangenehme Beschwerden in der Körpermitte hervorrufen.Im Darm entstehen GaseWenn Nahrung im Darm zersetzt wird, entstehen Gase, die zum Teil von der Darmwand resorbiert werden oder als Winde abgehen. Ist jedoch das Gleichgewicht zwischen Gasaufnahme und -abgabe gestört, bilden sich kleine Schaumbläschen. Die Luft kann nicht entweichen und es kommt zu Blähungen, Völlegefühl oder krampfartigen Bauchschmerzen.Dann ist schnelle Abhilfe gefragt. Bewährt hat sich hierfür der Wirkstoff Dimeticon, durch den die Luftbläschen rein physikalisch aufgelöst werden. Darmgase können so auf natürlichem Wege abgehen oder von der Darmwand resorbiert werden. Darüber hinaus ist es sinnvoll, beim Schlemmen und Genießen ein gewisses Maß zu halten und den Bauch mit einigen Maßnahmen zu unterstützen. Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt sind besser verträglich als eine üppige Mahlzeit.Verdauung unterstützenGewürze wie Kümmel, Anis, Bohnenkraut, Koriander, Majoran, Thymian, Rosmarin und Ingwer fördern die Verdauung, und ein zügiger Spaziergang durch den Park tut Magen und Darm ebenfalls gut. (djd)

Das häufige Homeoffice hinterlässt seine Spuren

Krankschreibungen wegen Rückenleiden nehmen zu / Auch psychische Belastungen verursachen Verspannungen

Eine im August 2021 veröffentlichte Auswertung von Versicherungsdaten der KKH Kaufmännischen Krankenkasse zeigt, dass Krankschreibungen aufgrund von Rückenbeschwerden zugenommen haben.

Im ersten Halbjahr 2021 lassen sich rund ein Fünftel der eingereichten Atteste, nämlich 20,4 Prozent, auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückführen. Im Jahr 2020 lag der Anteil bei 17,3 Prozent. In den vorherigen Jahren schwankte er zwischen 15 und 16 Prozent. Gleichzeitig stieg auch die Krankheitsdauer: 25,4 Prozent der Fehltage führt die Krankenkasse auf Erkrankungen des Bewegungsapparats zurück.

Für den Anstieg dieser Krankschreibungen sieht die KKH neben den Arbeitsbedingungen im Homeoffice auch psychische Belastungen, die Verspannungen und Schmerzen verursachen können.

„Im Homeoffice bewegen sich die meisten Menschen seltener und verbringen mehr Zeit im Sitzen. Dabei erhöht sich der Druck auf die Rückenpartie um etwa 150 Prozent gegenüber dem Stehen. Der Grund: Das Gewicht des gesamten Oberkörpers nebst Kopf und Armen lastet hierbei auf der Lendenwirbelsäule und dem Becken. Ungeeignete Arbeitsplätze und ungünstige Sitzpositionen am Küchentisch oder auf dem Sofa belasten somit die Wirbelsäule, aber auch die Halswirbelsäule“, sagt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin, und ergänzt: „Hinzu kommt, dass lange Zeit Schwimmbäder, Fitnessstudios und Sportvereine geschlossen waren. Um Rückenleiden vorzubeugen oder Muskelverspannungen zu lösen, gilt es jedoch Rücken- und Bauchmuskulatur zu stärken.“

Bewegung stärkt Muskulatur und baut Stress ab

Fehlhaltungen und -belastungen verringern die Durchblutung und damit die ausreichende Versorgung der Rückenmuskulatur mit Sauerstoff. Somit führen sie zu Verspannungen, die häufig Rückenschmerzen nach sich ziehen. In den meisten Fällen nehmen Betroffene dann eine Schonhaltung ein und bewegen sich noch weniger. Daraufhin nimmt die Verspannung zu, was zu Muskelschwäche und im Laufe der Zeit zu chronischen Rückenschmerzen führen kann. Um dies zu vermeiden, braucht es jedoch nicht immer ein stundenlanges Workout. Auch direkt am Schreibtisch oder unterwegs im Park können schon Kleinigkeiten die Muskulatur entlasten beziehungsweise stärken: zum Beispiel eine gerade Haltung am Schreibtisch, abwechslungsreiche Sitzpositionen, ein Spaziergang in der Mittagspause oder die Streckung der Wirbelsäule. „Bei der Wirbelsäulendehnung gilt es, in gerader Haltung die Arme parallel über den Kopf zu führen und mit den Händen nacheinander imaginäre Äpfel vom Baum zu pflücken. Das entlastet die Muskulatur und lässt sich überall durchführen“, so Dr. Sabarini. Regelmäßige Bewegung stärkt aber nicht nur die Muskulatur sowie die Knochen, sondern auch das Herz-Kreislauf-System und verbessert das Immunsystem, führt zu einer erhöhten geistigen Leistungsfähigkeit und sorgt für eine bessere Stressbewältigung.

Durch Homeoffice verschwimmen für einige Arbeitnehmer die Grenzen zwischen Arbeit- und Privatleben. Durch Sport, am besten an der frischen Luft, lässt sich Stress abbauen. „Die Natur bietet zahlreiche Möglichkeiten, bei denen die Beschaffenheit des Bodens auch für zusätzliche Koordinationsreize sorgt. Ein weiterer Pluspunkt: Der Aufenthalt im Freien hilft, den Vitamin-D-Speicher aufzufüllen, und das Sonnenvitamin ist wichtig für die Stärkung von Knochen und Muskeln“, erklärt der Neurochirurg abschließend. (red)
  

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