Die alten Schätze mögen’s trocken und luftig / Hauptuntersuchung und AU besser vorziehen

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Oldtimer auf Winterpause vorbereiten 

Beim Blick von unten erkennt der Fachmann rasch Probleme. Foto:ADAC/Gerd George

Wenn die letzten schönen Herbsttage zu Ende gehen, werden viele Oldtimer zum Überwintern in die Garage gestellt. Was man dabei beachten sollte, damit das Fahrzeug im Frühjahr wieder topfit ist, weiß zum Beispiel der ADAC:Säubern Sie den Innenraum des Fahrzeugs mit Staubsauger und feuchtem Schwamm oder Tuch. Ledersitze behandeln Sie am besten mit einem Mittel, das der Fahrzeughersteller in der Bedienungsanleitung empfiehlt. Spezielle Lederpflegemittel enthalten üblicherweise Substanzen, die das Leder geschmeidig halten.■ Nehmen Sie alle losen Bodenbeläge heraus, auch aus dem Kofferraum. Wenn Sie feuchte oder modrige Stellen entdecken, unbedingt die Ursache klären: Es könnten sich Gummiprofile des Verdecks gelöst oder verschoben haben oder die Schiebedachentwässerung nicht mehr richtig funktionieren. Wenn Sie nicht handeln, droht Schimmelbildung.■ Frostschutz prüfen und gegebenenfalls auffüllen, Öl wechseln. Benutztes Öl wirkt korrosionsfördernd. Ein spezielles Schutzöl ist nur bei mehrjähriger Ruhepause notwendig. Lassen Sie den Motor im Winter nicht ab und an kurz laufen – das erhöht den Verschleiß unnötig. Wenn Ihr Fahrzeug keinen Kunststofftank hat, füllen Sie den Tank auf. So verhindern Sie Rostbildung im Inneren. Bei Standzeiten länger als ein Jahr kann es sinnvoll sein, das Kraftstoffsystem trockenzulegen.

■ Lack kontrollieren: Reste von Vogelkot, Insekten oder Absonderungen von Baumharzen sind oft schwer erkennbar. Bei längerer Einwirkzeit können sie sich bis aufs Blech durchfressen. Deshalb ist eine gründliche Wagenwäsche wichtig. Steinschlagschäden ausbessern, damit die Karosserie nicht zu rosten beginnt. Kleine Stellen können Sie mit einem Lackstift selbst reparieren: säubern und ausbessern. Tipp zur Vorbeugung: Tragen Sie ab und zu Hartwachs auf.

■ Checken Sie besonders bei älteren Baujahren (ab 1960) Unterboden und Radhäuser. Wenn die Schutzschichten Verletzungen, Ablösungen oder Korrosionsspuren aufweisen, dann ausbessern. Festsitzenden Schmutz auf Felgen mit säurefreiem Felgenreiniger entfernen.

■ Hängen Sie die Batterie regelmäßig – etwa alle zwei Monate – für einige Stunden zum Aufladen ans Standardladegerät.

■ Erhöhen Sie den Luftdruck in den Reifen auf drei Bar, damit sie in Form bleiben. Noch besser ist es, das Auto aufzubocken. So werden Reifen und Radaufhängung dauerhaft entlastet. Handbremse nicht anziehen. Die Beläge könnten „festkleben“. Autofenster zur Durchlüftung einen Spaltbreit öffnen.

■ Gegen das Einstauben hilft ein Baumwolltuch, wie etwa ein Bettlaken oder Paletots aus dem Oldtimer-Fachhandel. Kunstfaserstoffe oder gar Plastikfolien sollten Sie wegen der mangelhaften Feuchtigkeitsdurchlässigkeit nicht verwenden. Übrigens: Wenn Sie Ihr Auto länger als sieben Jahre stilllegen möchten, erlischt die Betriebserlaubnis, und die Fahrzeugpapiere werden ungültig. Die Wiederzulassung erfordert dann ein Vollgutachten.

■ Fallen Hauptuntersuchung oder AU in die Ruhezeit, sind diese nach Wiederinbetriebnahme umgehend nachzuholen. Insbesondere bei Fahrzeugen mit „vorübergehender Stilllegung“ ist es ratsam, diese Prüfungen noch vor dem Einmotten zu erledigen. Bei der Wiederzulassung werden Ihnen die Fahrzeugpapiere von der Behörde erst dann ausgehändigt, wenn die noch zu erbringenden Prüfnachweise vorliegen.

Auch wenn in Kürze eine Inspektion fällig ist, sollten Sie diese vorziehen. Denn die Fachwerkstatt erkennt auf einen Blick, was ohnehin zu reparieren ist. (adac)
    

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